Kate Diehn-Bitt – Nahsicht

Eröffnung der Ausstellung am 21.1.2018, 11.30 Uhr

In Leben und Werk Kate Diehn Bitts führt ein: Katrin Arrieta, Kunstmuseum Ahrenshoop

Fraglos gälte die Rostocker Malerin KATE DIEHN-BITT (1900-1978) als eine der bedeutendsten Malerinnen ihrer Generation im Norden Deutschlands – wäre sie denn bekannt. Hier setzt der Kunstverein Region Dahlenburg an:

unter dem Thema „Klasse für sich“ zeigt er vier Künstlerinnenpositionen, zwei betreffen ein bereits abgeschlossenes Lebenswerk, zwei weitere Künstlerinnen der Gegenwart.

„Klasse für sich“ umschreibt Künstlerinnenvitae, die von  lebenslanger Passion und beharrlichem Bemühen um eigene Formulierungen zeugen, bei einem Leben in Zurückgezogenheit. Besonders galt dies für die Pionierinnen des 20. Jahrhunderts, u.a. Kate Diehn Bitt.  Sie, die um die Jahrhundertwende Geborene, war politischer Feme zur Zeit des dritten Reichs und der DDR ausgesetzt. Im Stillen entwickelten sie ein Werk, das in Qualität und Handschrift hinter dem berühmt gewordener Kollegen nicht zurücksteht.
In ihren jungen Jahren knüpfte Kate Diehn-Bitts Malerei und Zeichnung an die Neue Sachlichkeit an, entwickelt dann expressive Züge zur Zeit der inneren Emigration im Dritten Reich und der DDR und kulminiert im Alter in der naiv anmutenden Bildsprache kleinformatiger Collagen. Deren explodierender Farbigkeit und wagemutigen Kombinationen sind sind Motive, Erinnerungen und Not eines ganzen Lebens eingeschrieben, das die  großen gesellschaftlichen Krisen, Katastrophen und Aufbrüche des 20. Jahrhunderts umfasste.

 

Der Schwerpunkt der Ausstellung wird auf Zeichnungen und den späten Collagen liegen.  Daneben werden einige repräsentative Malerei-Beispiele aus den einzelnen Schaffensphasen Kate Diehn-Bitts zu sehen sein. Alle Arbeiten stammen aus dem Kunstmuseum Ahrenshoop, das wesentliche Teile des Nachlasses Kate-Diehn-Bittts aufbewahrt.

Zeitgleich zur Dahlenburger Ausstellung zeigt die Frankfurter Kunsthalle Schirn im Rahmen ihrer Ausstellung “Glanz und Elend in der Weimarer Republik” (bis 25. Februar) mehrere Gemälde Kate Diehn-Bitts aus den Beständen der Kunsthalle Rostock und aus Privatbesitz.

CHRISTIN WILCKEN Panorama

29.10. – 26.11.2017

Ausgangspunkt für Christin Wilckens Zeichnungen und Grafik sind Naturerfahrungen. Ihre knappe Bildsprache und die auf Schwarz-, Braun- und Grautöne reduzierte Farbigkeit bestimmen den Duktus der jungen Künstlerin, der sie über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns bekannt machte und mit mehreren Preisnominierungen, Stipendien und Preisen gewürdigt wurde.

Christin Wilcken (*1982 in Güstrow) studierte Bildende Kunst, Schwerpunkt Zeichnung und Druckgrafik am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald und lebt in Mühl-Rosin bei Güstrow.

Eröffnung am 29. Oktober 2017, 11.30 Uhr

Dr. KORNELIA RÖDER, Staatliches Museum Schwerin, spricht mit Christin Wilcken über deren Arbeit und die Bedingungen des Kunstschaffens für junge Künstler in den Neuen Bundesländern

KunstFleck geöffnet Sa/So 14-18 Uhr

Gefördert durch:

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