Louise Rösler – Malerin 

roesler22. April – 21. Mai 2018              

Eröffnung 22. April 11.30 Uhr

Ausstellung geöffnet Sa/So 14-18 Uhr, bis 21. Mai 2018

Mit Louise Rösler (1907-1993) stellt der Kunstverein Region Dahlenburg die zweite Künstlerin in der diesjährigen Reihe „Klasse für sich“ vor. Die Reihe präsentiert Künstlerinnen, deren Durchbruch politische, gesellschaftliche oder andere Gründe verhinderten, die in Zurückgezogenheit gleichwohl beharrlich ihren künstlerischen Weg verfolgten und verfolgen.

 Schon ihre akademischen Lehrer Karl Hofer und Fernand Léger vermögen die junge Louise Rösler nicht zu beeindrucken. Ihre Herkunft aus einer Berliner Malerdynastie, die Begegnungen mit Größen wie Walter Gropius und Max Beckmann in familärem Rahmen, legen den Schluß nahe, daß sie, bevor die Katastrophen des Jahrhunderts  ihr Leben grundlegend veränderten, eine hinreichend gefestigte Persönlichkeit mit langem Atem heranbilden konnte. Louise Röslers Leben gibt Zeugnis eines erstaunlichen künstlerischen Werdegangs jenseits aller persönlichen Erschütterungen. Der Grundton ihrer Bilder, eine beschwingte Heiterkeit, bleibt zeitlebens mit wenigen Ausnahmen erhalten.

Zur Malerei kommt die Collage als ebenbürtiges Ausdrucksmittel bis hin zur innigen Verschmelzung beider Verfahren in Gemälde-Collagen. In ihren späten Arbeiten wird Louise Rösler sich vielfach vom konkreten Bildbezug lösen. Es bleibt der wirbelnde Rhythmus, großzügig und frei.

Zur Zeit zeigt das Bostoner Harvard Art Museum/Busch-Reisinger Museum bis zum 3. Juni 2018 mehrere Werke Louise Röslers in der Ausstellung Inventur: Art in Germany, 1943-1955. Das Harvard Art Museum/Busch-Reisinger Museum kaufte jüngst mehrere Werke Louise Röslers an.

Louise Röslers Nachlass wird im Museum und Atelierhaus Rösler – Kröhnke in Kühlungsborn aufbewahrt und ist dort in wechselnden Ausstellungen zu sehen, s. auch www.museum-atelierhaus-roesler-kroehnke.de .

Einladungskarte

 

Gefördert durch:
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Kate Diehn-Bitt – Nahsicht

Eröffnung der Ausstellung am 21.1.2018, 11.30 Uhr

In Leben und Werk Kate Diehn Bitts führt ein: Katrin Arrieta, Kunstmuseum Ahrenshoop

Fraglos gälte die Rostocker Malerin KATE DIEHN-BITT (1900-1978) als eine der bedeutendsten Malerinnen ihrer Generation im Norden Deutschlands – wäre sie denn bekannt. Hier setzt der Kunstverein Region Dahlenburg an:

unter dem Thema „Klasse für sich“ zeigt er vier Künstlerinnenpositionen, zwei betreffen ein bereits abgeschlossenes Lebenswerk, zwei weitere Künstlerinnen der Gegenwart.

„Klasse für sich“ umschreibt Künstlerinnenvitae, die von  lebenslanger Passion und beharrlichem Bemühen um eigene Formulierungen zeugen, bei einem Leben in Zurückgezogenheit. Besonders galt dies für die Pionierinnen des 20. Jahrhunderts, u.a. Kate Diehn Bitt.  Sie, die um die Jahrhundertwende Geborene, war politischer Feme zur Zeit des dritten Reichs und der DDR ausgesetzt. Im Stillen entwickelten sie ein Werk, das in Qualität und Handschrift hinter dem berühmt gewordener Kollegen nicht zurücksteht.
In ihren jungen Jahren knüpfte Kate Diehn-Bitts Malerei und Zeichnung an die Neue Sachlichkeit an, entwickelt dann expressive Züge zur Zeit der inneren Emigration im Dritten Reich und der DDR und kulminiert im Alter in der naiv anmutenden Bildsprache kleinformatiger Collagen. Deren explodierender Farbigkeit und wagemutigen Kombinationen sind sind Motive, Erinnerungen und Not eines ganzen Lebens eingeschrieben, das die  großen gesellschaftlichen Krisen, Katastrophen und Aufbrüche des 20. Jahrhunderts umfasste.

 

Der Schwerpunkt der Ausstellung wird auf Zeichnungen und den späten Collagen liegen.  Daneben werden einige repräsentative Malerei-Beispiele aus den einzelnen Schaffensphasen Kate Diehn-Bitts zu sehen sein. Alle Arbeiten stammen aus dem Kunstmuseum Ahrenshoop, das wesentliche Teile des Nachlasses Kate-Diehn-Bittts aufbewahrt.

Zeitgleich zur Dahlenburger Ausstellung zeigt die Frankfurter Kunsthalle Schirn im Rahmen ihrer Ausstellung „Glanz und Elend in der Weimarer Republik“ (bis 25. Februar) mehrere Gemälde Kate Diehn-Bitts aus den Beständen der Kunsthalle Rostock und aus Privatbesitz.

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